
Überblick
Der Khan Tengri gehört zweifelsohne zu den schönsten Bergen der Erde. Die gleichförmige, 7.000 Meter hohe Pyramide aus fast weißem Marmor ist von riesigen Gletscher umgeben und liegt fernab jeglicher Zivilisation im Herzen des Tien Shan - der "Himmelsberge" - an der kirgisisch-kasachisch-chinesischen Grenze.
Kirgistan wird häufig als die "Schweiz Zentralasiens" bezeichnet. Das passende Pendant zum Matterhorn ist dann der Khan Tengri, der "König des Himmels".
Expeditionsleiter
Khan Tengri - Nordroute
In den Tien Shan reisen wir von Bischkek (Kirgisistan) aus. Per Hubschrauber geht es über weite Hochsteppen und menschenleere, ursprüngliche Täler ins 4000 Meter hoch gelegene Nord-Engiltschek-Basislager, das von vielen Sechstausendern umgeben ist. Fast 20 Tage haben wir dort Zeit, Bergsteigerträume zu erfüllen. Wir wählen den Anstieg über die nordseitige Normalroute.
Expeditionsverlauf Khan Tengri Nord (22 Tage)
Abflug von einen der Hubs in Deutschland/Österreich (meist um die Mittagszeit) mit Umsteigen in Istanbul, Ankunft in Bishkek (vors. in der Nacht, früh am nächsten Morgen).
- Internationaler Flug (vors. Turkish Airlines, oder Pegasus)
Transfer zum Hotel, Team Briefing und Material-Check. Anschliessend bleibt Zeit für eine Stadtbesichtigung mit Möglichkeit einzukaufen. Abends gemeinsames Essen.
- Airport-Transfers
- Unterkunft im ***Hotel ÜN/F
Wir fahren (ca. 460 km) zur Hubschrauberstation Karkara an der kirgisisch-kasachischen Grenze. Wir halten dabei am Issyk-Kul, dem zweitgrößten Gebirgssee der Erde, der malerisch vor den schneebedeckten Ketten des Tien Shan liegt. Letzte Möglichkeit, Baden zu gehen! Durch ein weites Tal mit Grassteppe fahren wir nach Karkara, einem kleinen Ort- an der kasachischen Grenze, wo unser Hubschrauber stationiert ist.
- Transfer: Bischkek - Kakara
- Zeltlager ÜN/HP
Flug mit einem Hubschrauber des kirgisischen Militärs zum Basislager "Engiltschek Nord" (4000 m). Dabei fliegen wir über weite, einsame Hochsteppen, wo vereinzelt noch die Jurten von Nomaden zu erblicken sind, sehen wilde Täler mit großen Gletscherflüssen überqueren schließlich die Hauptketten des Tien Shan. Es folgt die Landung auf der Seitenmoräne des Nordengiltschek-Gletschers, wo unser Basislager aufgebaut ist: Mit Küchenzelt, Wohnzelten und sogar einer Sauna, Bezug der Zelte und Sortieren vom Materials.
- Helikopterflug
- Basislager: großes Stehzelt (geteilt)
- ÜN/VP (drei Mahlzeiten am Tag)
Akklimatisation beim Basislager - wir sind auf 4000 Metern Höhe - und Vorbereitung zum Aufstieg. Training auf dem Gletscher, Check vom Material für den Aufstieg. Dann richten das Material für den ersten Akklimatisationsausflug in die Höhe her, die restliche Ausrüstung kann in Deinem Basislagerzelt bleiben.
- Basislager: großes Stehzelt (geteilt)
- ÜN/VP
Wir laufen entlang von Pfadspuren über die Moräne und queren den flachen Iniltschekgletscher zum Fuß des Khan Tengri (ca. 45min bis 1h). Von dort steigen wir über ein Flanke zum nordseitigen Grat vom Pik Tschapajew (eng. Chapaeva) - mit Blick in die gewaltige Felsflucht der 3000 Meter hohen Khan-Tengri Nordwand. Einige Spalten und Aufsteilungen bis 50° (kurze Stellen) werden i.A. fixiert sein, in einer Einflachung finden sich Plätze für das 1. Hochlager.
- Strecke: ca. 5km, -100Hm / +600Hm, ca. 4-6h
- High Camp Equipment
Früh brechen wir auf und steigen weiter entlang des Pik Tschapajew Grats auf. Das Gelände ist durchwegs ausgesetzt und mit Fixseilen versichert, vereinzelnd kurze steile Kletterstellen mit bis zu 70° steilen kombinierten Passagen. Auf einem flachen Schneeplateau findet sich guter flacher Platz für das 2. Hochlager.
- Strecke: ca. 3km, +1000Hm, ca. 6-8h
- High Camp Equipment
Von Lager 2 steigen wir über den Grat in eine steiler werdende Schnee/Eis-Flanke. Zwei Felsbänder mit Stellen bis 85° steilheit sind zu überqueren, bieten gutes Trainingsgelände für den späteren Gipfelgang. bevor das Gelände Richtung Tschapajew Gipfel abflacht. Zur idealen Akklimatisation sollten wir auf 6.000m+ steigen, falls möglich erreichen wir den Ostgipfel - 6.120 m.ü.M - vom Pik Tschapajew. Der ausgesetzte Gipfelgrat zum Hauptgipfel (6.371m) wird selten begangen. Im Anschluss steigen wir wider ins 2. Hochlager ab.
- Strecke: ca. 3km, +/-650Hm, ca. 6-8h
- High Camp Equipment
Ganz früh am Morgen steigen wir ab. Wichtig ist dabei der sichere Umgang mit den Fixseilen, Abseilachter und Selbstsicherung.
Mit zwei Übernachtungen auf 5.500 Meter und den Gang auf 6000m+ sind wir für den Gipfelgang akklimatisiert.
- Strecke: ca. 8km, -1600Hm / + 100Hm, ca. 6-10h
- Basislager: großes Stehzelt (geteilt)
- ÜN/VP
Erster Erholungstag im Basislager. Essen, Sauna, in der Sonne liegen, im Schlafsack dösen. Expeditionsleben, wie es sein soll und darf.
- Basislager: großes Stehzelt (geteilt)
- ÜN/VP
Eine 48h+ Erholungszeit ist ideal, dass der Prozess der Akklimatisation sich voll entfalten kann, der Körper seine Kräfte wieder sammelt.
Dieser zweite Erholungstag im Basislager dient auch als Reservetag (Wetterfenster für den Gipfel, Verzögerung beim Helikopterflug oder im Akklimatisationsaufstieg).
Vorbereitung für die Besteigung, die am nächsten Tag beginnt.
- Basislager: großes Stehzelt (geteilt)
- ÜN/VP
Aufstieg zum 1. Hochlager. Es lohnt sich meist früh aufzubrechen, dann den Nachmittag im Lager gemütlich zu verbringen; ggf. kann das Lager auch ausgelassen werden, um in einem langen Tag das 2. Hochlager zu erreichen.
- BC zu C1: ca. 5km, -100Hm / +600Hm, ca. 3-5h
- High Camp ist i.A. jetzt aufgebaut, Material dort deponiert
Aufstieg zum 2. Hochlager. Auch diesmal brechen wir früh von Lager 1 auf, aber dank der Akklimatisation geht der Aufstieg schneller als beim ersten Mal.
- Strecke: ca. 3km, +1000Hm, ca. 6-8h
- High Camp ist i.A. jetzt aufgebaut, Material dort deponiert
Der Aufstieg führt über den Pik Tschapajew Ostgipfel (6.120m) in den Sattel zwischen Pik Tschapajew und Khan Tengri, dem Westsattel (5.801 m.ü.M.), wo wir das 3. Hochlager aufbauen können. Teil vom Material für dieses Hochlager können wir evtl. mieten oder schon deponiert haben (je nach Saison, Ablauf).
- Strecke: ca. 3km, +650Hm / -300Hm, ca. 6-8h
- High Camp Equipment
Vom Westsattel dort geht es den zunehmend steilen und felsigen Westgrat entlang, wo uns die ersten Sonnenstrahlen treffen. Ein grandioses Panorama tut sich auf: Bergketten bis zum Horizont, riesige Gletscher, die mächtige Mauer des 7439 Meter hohen Pik Pobeda. . Wir sichern uns an den Fixseilen mit Steigklemmen. Nach einigen Stunden erreichen wir den winzigen Platz für Lager IV (6400 Meter), wo wir kurz innehalten, Tee trinken und uns stärken. Weiter geht es den steilen, stufigen Felsgrat entlang hoch, bis wir auf etwa 6600 Meter nach rechts queren, dort eine ca. zwanzig Meter lange fast senkrechte Passage an Fixseilen überwinden und durch ein steiles Couloir einen schmalen Schneegrat auf etwa 6800 Meter erreichen. Alle schwierigen Passagen sind mit Fixseilen versichert. Über die letzten Felsen und das Vermessungsdreieck gelangen wir auf die makellos ebene Gipfelkuppel des Khan Tengri - 7010 m-ü-M. - ein großer Moment.
Volle Konzentration: Nach dem anstrengenden Aufstieg mit 1200 Meter Höhendifferenz müssen wir uns voll und ganz auf den langen und anspruchsvollen Abstieg konzentrieren. An den Fixseilen seilen wir uns ab und erreichen so über Lager IV wieder den Westsattel. Ein sehr langer und anstrengender Tag.
- Strecke: ca. 5km, +/- 1.200Hm, ca. 12-17h
- High Camp steht während unseres Gipfelgangs
Der nordseitige Abstieg ins Basislager beginnt mit den Aufstieg zum Pik Tschapajew Ostgipfel (6.120m), dann geht es an den Fixseilen hinab.
- Strecke: ca. 11km, -2.150Hm / + 2.550Hm, ca. 8-14h
- Basislager: großes Stehzelt (geteilt), Sauna, Gipfelessen und Feier
Wir planen einige extra Tage ein: Im Tien Shan gibt es häufig Schlechtwetterphasen mit viel Neuschnee. Deswegen müssen wir zwingend Reservetage zum Aussitzen des Schlechtwetters einberechnen (am besten natürlich im Basislager bei gutem Essen, und einem Gang in der Sauna); auch sind Reservetage für das Flugfenster raus aus dem Basislager notwendig.
- Basislager: großes Stehzelt (geteilt)
- ÜN/VP
Abflug zum Basislager in Karkara und am späten Nachmittag Fahrt nach Bischkek. Unterkunft im Hotel in Bischkek.
- Helikopter Flug, Transfer nach Bishkek
- Unterkunft im ***Hotel ÜN/F
- Abschlussessen
Transfer zum Flughafen und Heimreise: Ankunft vors. am selben Tag in Deutschland/Österreich.
- Airporttransfer
- Internationaler Flug (vors. Turkish Airlines, oder Pegasus)
Vorbereitung
Bedingungen der Besteigung
✪ Konditionell und technisch fordernd
✪ Sicherer Umgang mit Jümars und Mixedkletterei im dritten/vierten Grad sind notwendig.
Khan Tengri ist ein äußerst lohnender Siebentausender für Höhenbergsteiger und Alpinisten mit Erfahrung.
Temperaturen
✪ Basislager: bis -15°C
✪ Gipfeltag: bis -25°C, mit Wind-Chill bis -40°C
✪ Bischkek - Karkala: bis +30°C
Ausrüstung
✪ SummitClimb stellt (für Full-Service-Teilnehmer) sämtliche Hochlagerausrüstung und Gruppenmaterial: Zelte, Schaufeln für Hochlageraufbau, Kocher, Gaskartuschen, Seile usw.
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Wichtige Hinweise
zu dieser Expedition
Gefahrenhinweis: Diese Expedition ist mit subjektiven und objektiven Gefahren verbunden. Auch wenn wir durch unsere langjährige Erfahrung versuchen die Tour so sicher wie möglich zu gestalten, ist ein hohes Maß an Eigenverantwortung und ein gesundes Risikobewusstsein notwendig. Die Besteigung erfolgt auf eigene Verantwortung und auf eigenes Risiko.
Teilnamevoraussetzungen
Erfahrungen
Durch unsere langjährige Erfahrung gestalten wir den bestmöglichen Rahmen für Deine Khan-Tengri-Besteigung. Auf der Nordroute waren wir erst kürzlich, im Jahr 2025, unterwegs. Sie ist im Vergleich zur Südroute konditionell anspruchsvoller und früher technisch schwierig, dafür jedoch objektiv sehr sicher.

Kosten & Leistungen
Zur Khan Tengri Expedition kann die Teilnahme "Basic" zum Basispreis ab Bischkek oder "Full-Service" mit Betreuung, im Team, Hochlager-Material, und Flug ab Deutschland/Österreich (andere Orte auf Anfrage) erfolgen. Die Anforderungen sind bei den Voraussetzungen beschrieben. Falls Du diese erfüllst, kannst Du hier online buchen.

Basispreis
- Organisation der Expedition
- Briefing zur Vorbereitung und zum Ablauf
- Permit-Gebühr der Grenz-Registration und Umweltgebühr
- Transfers nach dem Programm inkl. Flug Bischkek-Karkara-Bischkek mit 40kg persönlichem Gepäck
- 2 Übernachtungen in einem ***Hotel in Bischkek im DZ/F
- Bis zu 4 Übernachtungen in Karkara DZ/VP
- Helikopterflug Karkara-Nordengiltschek BC mit 40kg persönlichem Gepäck
- Gesamte Basislager-Ausrüstung: stationäres Zelt, Essenszelt, Duschzelt, Lagerraum, Toilettenzelt, Duschen und Sauna.
- Großes Doppelzelt im Basislager mit Matratze (2er-Belegung, Einzelzelt als Upgrade)
- Verpflegung durch Küchenmannschaft: 3 Mahlzeiten/Tag im Basislager
- Registration mit Rettungsteam
- Funk-Gerät für je 2 Teilnehmer eines Besteigungsteams
- Medizinischer Service im Basislager, anwesender lokaler Arzt
- Elektrizität (220V, 50HZ) Generator im Basislager
- Beratungs-Service zu lokalen Guides (Leistung gegen Aufpreis)
- Beratungs-Service zum Materialverleih (Leistung gegen Aufpreis)
- Beitrag zur Fixierung der Nordroute am Khan Tengri

Full Service
Alle Basic Service Leistungen PLUS:
- Expeditionsleitung (Durchführung*):
- bei mind. 6 bis max. 10 Teilnehmern internationale SummitClimb-Leitung
- bei mind. 3 Teilnehmern lokaler SummitClimb-Guide - Flug ab DE/A (diverse Orte) nach Bischkek und zurück:
- mit mind. 25 kg Freigepäck und 7-10kg Handgepäck
- vors. mit TURKISH Airlines oder Pegasus über Istanbul - Vorbereitungstreffen in den Alpen (optional)
- Ein Profi (Guide/Expeditionsleiter) je 3-4 Teilnehmer für die Unterstützung der Besteigung:
- lokale Guides englisch- oder russischsprachig
- samt Versicherungen, Ausrüstung, Honorar - Die gesamte Hochlager-Ausrüstung: Hochwertige Zelte, Kocher und Töpfe, Gas
- Support beim Zeltaufbau (Material ist anteilig selbst zu tragen)
- Hochlager-Nahrung (wird selbst zubereitet)
- Zusatzausrüstung zur Besteigung: Gletscherseile und Kletterseile, Firnanker,
- Kommunikation: Funkgeräte, Satellitentelefon am Berg
- Professioneller Wetterbericht
- Umfangreiche Notfallapotheke(n) für Hochlager
*Terminsicherheit: Bei kleinen Gruppen mit bis zu einschließlich 5 Teilnehmern übernimmt einer unserer erfahrensten lokalen Bergführer (in der Regel aus Russland oder Kirgisistan) die Expeditionsleitung. Ab 6 bis maximal 10 Full-Service-Teilnehmern wird die Expedition von einem SummitClimb-Profi aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz geleitet.
- Visumskosten
- persönliche Ausrüstung und Ausgaben (Telefon, alkoholische Getränke, Geschenke, Trinkgelder, u.a.)
- Ausgang zum Essen in Bischkek
- Reiseversicherungen (Krankheit, Unfall, Rücktritt, etc.)








